Kleine
Vereinschronik
Sonderausgabe: 50 Jahre MSC
Der MSC im neuen Jahrtausend...
ist ein eingetragener Verein (e.V.), wir gehören seit 1956 dem Deutschen Motorsport Verband (DMV) als Dachverband an, betreiben Zwei- und Vierradsport, insbesondere Jugendförderung in Form des GoKart-Slaloms, Rallyesports sowie der Pflege historischer Fahrzeuge (Oldtimer). Wir sind außerdem Mitglied des Bayerischen Motorsport Verbandes (BMV), des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) und des Veteranenfahrzeugverbandes (VFV). Derzeit gehören rund 90 Mitglieder dem MSC an.
Jeden ersten Donnerstag im Monat findet eine Clubversammlung in unserem Mittelberger Vereinsheim statt. Die Spartenleiter berichten von den Aktivitäten im abgelaufenen Monat, zugleich werden Veranstaltungen geplant und Motorsport-News ("Benzingespräche") ausgetauscht. Für preiswerte Speisen und Getränke sorgt dabei unser Vergnügungswart.
Fahrerlizenzen können problemlos über unseren Club beantragt werden. Die Spartenleiter stehen dabei hilfreich zur Seite.
Erwähnenswert ist auch die MSC-Clubrallye, die im Frühjahr und Herbst unsere Auto- und Motorradfahrer auf kleine und große Prüfungen stellt. Am Jahresende werden dann die Klassensieger mit Pokalen geehrt.
In unserem Clubheim haben wir außerdem eine Foto-Chronik, beginnend in den 60er Jahren bis in die heutige Zeit.
Unser Schlachtruf ist unser Motto zugleich,
ein dreifach-kräftiges
Töff Töff Hurra!
Wer sich für die historische Entwicklung
interessiert, hier ein Überblick über 50 Jahre MSC-Geschichte:
...im MSC beginnen genauer gesagt im Oktober 1955. Nach längerdauernden Differenzen mit dem damaligen ADAC-Ortsclub traten mehrere Mitglieder - zumeist Jugendliche - kurzerhand aus und gründeten am 07.10.1955 mit 62 Mitgliedern den MSC. Als Gründe spielten dabei persönliche Schwierigkeiten und die mangelnde Kooperation der ADAC-Vorstandschaft mit den Motorradfahrern eine Rolle. Bei der Gründung des MSC half vor allem der "Vater des Clubs", Claus von Diepow. Erster Vorsitzender war Ernst-Ludwig Kestler. Die "Neue Presse" berichtete am 08.10.1955: "...Claus von Diepow betonte, daß diese Entscheidung eine Art Generationsproblem gewesen ist. Die Jugendlichen wollen die sportliche Betätigung in den Vordergrund stellen."
Am 28.06.1956 beteiligte sich der MSC mit einem großen Aufgebot an Oldtimern an der 900-Jahr-Feier der Stadt Coburg. Im Herbst 1956 gab Sportleiter Rainer Göpfert den Startschuss zur ersten Fuchssuchfahrt. Am Start waren 17 Autos und 30 Motorräder.
Im Juli 1958 veranstaltete der MSC seine erste große Nachtorientierungsfahrt - elf weitere sollten folgen. Der Mitgliederstand lag damals bei 122. Im Herbst 1958 wurde auf Initiative von Willi Schumann der Bau eines Clubheimes beschlossen.
Erwähnenswert sind die damaligen MSC-Quizabende. Z.B. "Wieviele Verkehrsampeln gibt es in Coburg?" Antwort: "Sieben. Drei am Markt, eine an der Mohrenkreuzung, eine an der Heilig-Kreuz-Straße und zwei am Gustav-Freytag-Weg".
Eine Leuchtfeuer-Nachtfahrt veranstaltete der MSC am 20.06.1959 unter der Leitung von Rainer Göpfert. Die zu fahrende Strecke wurde mit Scheinwerfern und Leuchtkugeln markiert. Start war um 21 Uhr auf der Brandensteinsebene. Am Start waren 40 Teilnehmer, wovon 36 das Ziel erreichten. Gesamtsieger wurde Jochen Herold gefolgt von Gerd Feiler, Rolf Truckenbrodt und Harry Holder.
Das Clubabzeichen in der heutigen Form
wurde am 07.04.1959 von Otto Gothe vorgestellt (vgl. Grafik rechts).
...illustrieren sämtliche Motorsportvarianten im MSC, vor allem auch den Touristik-Sport.
Unser ehemaliger ADAC-Engel Harry Holder, leider viel zu früh im Jahre 2002 verstorben, wurde schon am 01.02.1960 zum "Kavalier der Straße" gekürt, seine stetige und selbstlose Hilfsbereitschaft wurde öffentlich gelobt. Darauf seine Worte: "Jeder meiner Clubkameraden hätte genauso gehandelt!"
Am 28.08.1960 fand das Mauritius-Trial für Motorräder am Lauterberg statt. Es war ein Lauf zur Trial-Landesgruppen-Meisterschaft.
Hier ein Auszug der Erläuterungen zur dritten Nachtorientierungsfahrt am 22.10.1960: "Wir begeben uns um 19 Uhr auf die Bastei der Veste Coburg. Pünktlich um 19.10 Uhr erfolgen die ersten Schüsse der einzelnen Leuchtkugelposten mit jeweils fünf Schuß in dreiminütigen Abständen. Anschließend ist eine Pause von ca. 45 Minuten. Ab 19.55 Uhr werden alle drei Posten das Schießen wieder aufnehmen. Die Schwierigkeit besteht darin, daß die Posten nicht mit Scheinwerfern ausgerüstet sind. Sie haben im Höchstfall kleine Positionslampen aufgestellt."
Das
Coburger Tageblatt berichtete am 26.05.1961 unter dem Titel: "Mit
dem Motorrad nach Hamburg": "Am Freitag vor Pfingsten startete abends
um 21 Uhr von Coburg aus die Moped-Mannschaft des MSC unter Führung
des Motorradsportleiters Rudi Reuß zur 5. DMV-Zielfahrt nach Wedel
bei Hamburg. Nach etwa 19stündiger pausenloser Fahrt kamen alle Fahrer
trotz ungünstiger Witterungsverhältnisse wohlbehalten in Wedel
an. Die Fahrtstrecke verlief über 650 Kilometer. Der MSC Coburg errang
den 1. Platz bei 400 Teilnehmern."
Ähnliches ereignete sich am 14.09.1962, als die Neue Presse unter dem Titel "MSC auf Helgoland" berichtete: "Am Wochenende starteten 11 Fahrzeuge des MSC Coburg zur Internationalen Nordsee-Sternfahrt nach Cuxhaven. Eine Bravurleistung vollbrachte dabei die Moped-Mannschaft mit ihren 50-ccm-Maschinen, die die Strecke Coburg - Cuxhaven bei regnerischem Wetter in Bestzeit absolvierte. Die Fahrer durften keine Autobahnen benutzen."
Am 05.03.1963 wurde Harry Holder als bester Rallye-Fahrer der Landesgruppe Franken geehrt.
Der MSC plazierte sich 1965 an zweiter Stelle aller touristik-treibenden DMV-Clubs in Deutschland. Insgesamt wurden jährlich von insgesamt 71 MSClern eine Strecke von ca. 25.000 km zurückgelegt.
Am 29.04.1967 veranstaltete der MSC die erste internationale Veteranenrallye unter dem Motto "1. Veteranen-Grenzland-Fahrt". Gemeldet waren 168 Fahrzeuge der Baujahre 1905 bis 1937. Die Strecke führte über Oeslau, Fürth am Berg nach Neustadt ("entlang der Sowjet-Zone") und zurück nach Coburg.
Der MSC führte am 19.05.1968 seinen ersten Auto-Slalom auf dem BGS-Kasernengelände durch. Am Start waren 89 Fahrer. Gesamtsieger wurde Gerhard Bläß.
Im Januar 1969 wurde der MSC als bester Club der Landesgruppe Franken ausgezeichnet. Bayerischer Meister im Wagensport war Harry Holder und im Touristiksport Ekkefried Hirsch.
Das MSC-Clubheim wurde am 22.06.1969 mit 200 Gästen eingeweiht. Im gleichen Jahr wurde Hubertus Ernst Bayerischer Meister im Wagensport, Werner Flechsenberger erhielt den Meistertitel im Touristik-Sport.
stehen im Zeichen des Automobilsports. Am 07.06.1970 fand der dritte MSC-Slalom auf dem Anger statt um den "Großen Pokal der Coburger Automobilhändler". Es lagen sage und schreibe 141 Nennungen vor. Die Veranstaltung gewann Gerd Feiler.
Einmalig in der MSC-Geschichte war auch das Auto-Cross auf dem Lauterberg am 23. Mai 1971. Die Ausrichtung übernahm unser Clubkamerad Hubertus Ernst. Bei dieser Großveranstaltung starteten 29 Fahrer, an der Strecke standen über 4000 Zuschauer. Es war leider die einzige Veranstaltung dieser Art, die der MSC in seiner Vereinsgeschichte durchführen konnte.
1971 wurde Hubertus Ernst erneut Bayerischer Meister in der Wagenklasse, Ekkefried Hirsch war Touristik-Meister.
Clubvater Claus von Diepow starb am 10.10.1972 an einem Herzinfarkt beim Waschen und Pflegen seines Wagens.
Kamerad Hubertus Ernst wurde am 02.04.1973 zum Sportler des Jahres der Stadt Coburg geehrt. Er wurde zugleich Bayerischer Rallye- und Racing-Meister des Jahres 1972.
In den Jahren 1973 und 1974 fanden die ersten Kett-Car-Turniere auf dem Anger statt - Vorläufer der heutigen Kart-Slalom-Veranstaltungen.
In der alten Angerturnhalle führte der MSC im November 1974 eine Rennsport-Schau durch. 2000 Besucher kamen und staunten über die sportlichen Erfolge des MSC.
Einmalig in unserer MSC-Geschichte war auch die Nationale Sternfahrt "Veste Coburg" am 04.10.1975. Über 500 Tourensportler kamen in die Vestestadt. Höhepunkt war der Sternfahrerball im Kongreßhaus.
1976 wurden Bayerische Meister im Tourensport Fredi Zier und Edeltraut Stark.
Im Herbst 1977 wurde die Nachtorientierungsfahrt des MSC dann nicht mehr genehmigt. Das Durchführen von Motor-Sport-Veranstaltungen auf öffentlichen Straßen wurde immer schwieriger.
Erwähnenswert ist das erste Go-Kart-Turnier am 18.06.1978 auf dem Anger. Clubkamerad Horst Brückner baut für 78 Kinder eigens zwei Go-Karts zusammen, damals noch ein Novum!
...unterstützten vor allem die Jugend. Im Sommer 1985 fand der vorläufig letzte Auto-Slalom des MSC in Cortendorf statt.
Man begann mit dem aktiven Kart-Sport für die Jugendlichen. Große Erfolge gab es mit mehreren Meistertiteln im Bayernpokal und sehr guten Plätzen in der Deutschen Meisterschaft - kein Wunder bei einer Jugendgruppe von immerhin 20 Jugendlichen!
Wir
führten auf unserem Clubheimgelände die Jugendlichen außerdem
an die Anforderungen im Straßenverkehr heran. So wurden eigene Clubmeisterschaften
auf Mopeds und Motorrädern ausgefahren. Künftige Nachwuchs-Enduro-Fahrer
konnten sogar auf dem Lauterberg trainieren.
1989 wurde das Clubheim von Grund auf renoviert und modernisiert.
Alle zwei Jahre veranstalteten wir unsere traditionelle Veteranenfahrt "Rund um das Herzogtum Coburg". Über 100 Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland, um mit ihren historischen Fahrrädern, Motorrädern, Autos und Nutzfahrzeugen erlebnisreiche Tage in Coburg zu verbringen. Die Domäne in Rödental bewährte sich dabei als wunderschöne Kulisse.
...pflegten wir Kontakte zum französischen Motorclub in Niort - einer der Partnerstädte von Coburg. Höhepunkte waren gegenseitige Besuche, zurückgelegt mit unseren Oldtimern quer durch die wunderschöne französische Gegend bis hinüber an den Atlantik.
Die
Clubrallye
- zwei Mal im Jahr - wurde zur festen Institution im MSC. Hierbei werden
touristische und auch mal humorvolle Aufgaben gestellt, die Spaß und Spannung
für die ganze Familie sicherstellen. Fahren nach Landkarte und kleine
technische Hürden sollten einen hier nicht vor unlösbare Aufgaben stellen
(denn wer weiß schon aus dem Kopf, wann sein Fahrzeug wieder zum TÜV bzw. zur
AU muss?).
Im Winter waren die vereisten Itzgrundwiesen idealer Trainingsparcours für unsere spikes-bereiften GoKarts unter dem Motto: "MSC-Wintervergnügen". Nicht ohne eine gehörige Spaß dienten die Veranstaltungen natürlich auch der Verkehrssicherheit, weil man gefahrlos das Verhalten vierrädriger Gefährte im Grenzbereich auf eisglatter Fahrbahn testen konnte.
Seit 2001 ist unsere Homepage online und im gleichen Jahr haben wir in Zusammenarbeit mit dem AMC Coburg die Stadtmeisterschaften im Geschicklichkeitsturnier ausgerichtet, welche sich auch 2002 wiederholt hat.
| Bernd Grempel | 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998 |
|
Joachim Ernst |
1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010 |
| Hubertus Ernst | 1971, 1972, 1973, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983 |
| Ernst-Ludwig Kestler | 1955, 1956, 1957, 1959, 1960, 1968, 1969, 1970, 1974 |
| Otto Gothe | 1961, 1962, 1963, 1964, 1965 |
| Rainer Göpfert | 1966, 1967 |
| Thomas Grempel | 2011, 2012 |
| Willi Schumann | 1958 |
| Werner Brückmann | 1975 |
| Jürgen Schmied | 1984 |